Miscanthus – Nachhaltigkeit durch nachwachsenden Rohstoff

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Miscanthus ist eine vielfältig einsetzbare Nutzpflanze. Auch der Anbau von Miscanthus selbst hat viele Vorteile, in den Anbau-Feldern bilden sich Biotope.

Miscanthus, das kommt aus der Alt-Griechischen Sprache und bedeutet soviel wie Stiel und Blüte, dabei ist Miscanthus doch ein Gras, das aber zur Blütezeit eine Art Blüte trägt. Es gibt viele Sorten Miscanthus in verschiedenen Größen. Die großen Miscanthus-Arten dienen in erster Linie als nachwachsender Rohstoff für Energiegewinnung. Die Pflanzen existieren mehrere Jahre und werden ungefähr 4 Meter groß. Die idealen Bodenbedingungen für Miscanthus sind auf den Böden, auf denen auch Mais gut wächst, gegeben.

Miscanthus - eine alte Pflanze in der modernen Zeit vielseitig einsetzbar

Miscanthus ist eine als Nutzpflanze in zahlreichen Versionen verwendbar. Der verarbeitete Rohstoff wird in der Dämmung von Häuser und beim Fenster- und Türrahmenbau verwendet. Auch als Verpackungsmaterial kann die Pflanze enden. Im privaten Gebrauch begegnet einem der verarbeitete Miscanthus vor allem im Torfbereich und als Mulch für Gartenböden und in gefertigten Blumentöpfen. Die Masse aber wird verarbeitet zu Pellets - und zwar als Pellets für den privaten Gebrauch in Heizsystem in Wohnungen, große Massen an Pellets für die Verwendung als Betriebsstoff in Kraftwerken. Mittlerweile werden auch Briketts und nicht nur Pellets gepresst. Geerntet wird Miscanthus, wenn der Abkäufer ihn verarbeiten will. Hier wird dann direkt an die Pellets-Hersteller oder Kernkraftbetreiber geliefert.

Miscanthus kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst angepflanzt werden. Im ersten Jahr kann die Pflanze noch nicht geerntet werden. Keine Pflanzenzeit ist wirklich ideal, da beide Gefahren bei der Aufzucht der Pflanzen bergen. Doch bei der richtigen Überwachung ist das Überleben der meisten gesetzten Setzlinge gesichert.

Miscanthus – Wechselwirkung zwischen Ökologie und Nutzen

In den Miscanthus-Feldern werden rasch nützliche Insekten und kleine Säugetiere, wie Mäuse, aber auch Vögel mit ihren Brutnestern heimisch. Diese Mini-Biotope sind ein guter Weg, der Natur ihren Platz in der Welt zu verschaffen. Aber Miscanthus-Pflanzen sind auch gegen Unkraut zu schützen. Statt hier mit chemischen Keulen zu arbeiten, können auch in Handarbeit durch die Menschen, die Schädlinge entfernt werden. Aber auch dabei werden die Mini-Biotope immer wieder gestört. Doch auf den Böden, auf denen statt Miscanthus noch Mais gepflanzt wird, sind derart viele Insekten und Kleintiere nie zu finden. Die Miscanthus-Felder werden mittlerweile seit mehr als 20 Jahren erforscht. Energetisch ist Miscanthus wesentlich effektiver in der Verarbeitung als Korn oder Raps. Auch aus diesem Grund dient der Anbau der Miscanthus-Pflanze der Förderung der Natur, weniger Fläche an Boden wird für mehr Energiegewinnung verbraucht.

Quelle: Veitshöchheimer Berichte Heft 126, LWG, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Abteilung Landespflege, 2008

Susanne Große, Studio Leistenschneider Passfotos Düsseldorf

Susanne Große - Susanne Große ist Volljuristin. Ihre Interessenschwerpunkte sind Mietrecht, Reiserecht, Arbeitsrecht und Erbrecht.

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